Koniferen Formschnitt

Koniferen wachsen schnell und bevor Sie es wissen haben Sie eine riesige Hecke im Garten stehen. Wenn Sie dies vermeiden möchten sollten Sie zur Schere greifen. Das Schneiden einer Koniferenhecke gehört auf jeden Fall zur allgemeinen Pflege einer Heckenpflanze. Bei Koniferen sollte man immer vorsichtig herangehen, da Schnittfehler fatale Folgen haben. Wer seine Koniferenhecke vorzugsweise selbst im Griff behält, sollte wissen, wie man die Koniferenhecke noch lange traumhaft schön aussehen lässt.

Hecken- und Formschnittkoniferen: laubabwerfend oder immergrün?

Koniferen sind in der Regel immergrüne Heckenpflanzen, die sehr robust wirken und ziemlich groß werden. Wie gesagt haben sie ein schnelles Wachstum, wodurch sie eine solide Wind- und Sichtschutzhecke bilden. Zudem stellen Koniferen keine hohen Ansprüche an den Gartenboden und generell sind sie sehr pflegeleicht. Staunässe sollten Sie jedoch vermeiden, die Koniferen haben lieber keine „nassen Füße“.

Sogenannte (immergrüne) Hecken– und Formschnittkoniferen eignen sich gut für den Garten. Denken Sie in dieser Hinsicht zum Beispiel an Thuja (Lebensbaum), die Eibe (Taxus), die Scheinzypresse (Chamaecyparis), Leyland-Zypressen (Cupressocyparis) oder die gemeine Fichte (Rottanne).

Der Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides) bildet eine Ausnahme. Diese Eibe gehört zu den laubabwerfenden Heckenpflanzen, die im Winter also ihr Laub verlieren. Die feinen, hellgrünen Blätter bekommen im Herbst zuerst aber eine attraktive goldene Färbung, was dieser Eibenhecke eine interessante Ausstrahlung verleiht.

Auch die japanische Lärche (Larix kaempferi) ist eine laubabwerfende Heckenpflanze mit bläulich grün bis dunkelgrünen Nadeln, die sich im Spätherbst goldgelb färben. Diese Konifere kann man sowohl als Solitärbaum oder als Heckenpflanze verwenden.

Koniferenhecke in eine Grundform schneiden

Im Allgemeinen schneidet man eine Koniferenhecke ab Ende Juli, also im Spätsommer. Durch diesen Schnitt behält die Koniferenhecke eine bestimmte Grundform. Die Hecke sollte unten auf jeden Fall breiter als oben sein. Bitte wählen Sie sich einen bewölkten Tag aus. Wenn Sie eine Konifere schneiden, werden die Äste, die weiter nach innen liegen nämlich freigelegt. In der prallen Sonne können diese Äste austrocknen. Vor allem die Thuja (Lebensbaum) reagiert empfindlich auf einen radikalen Schnitt. Sie verträgt den Rückschnitt ins alte Holz sehr schlecht. Im schlimmsten Fall treibt sie sogar nicht mehr aus. Bei Thuja-Hecken sollten Sie vor allem die längeren Äste zurückschneiden. Achten Sie darauf, dass frisches Grün an den Zweigen bleibt.

Bei Thujen empfiehlt es sich übrigens die Hecke zwei bis dreimal jährlich zu schneiden und zwar im Frühjahr, Mitte/Ende Juni und Ende August. Je öfter man die Thujahecke schneidet, umso dichter und kompakter wird sie wachsen.

Die meisten Gärtner bevorzugen schön formierte Gehölze und beginnen schon früh mit der Form ihrer Koniferenhecke. Das ist eine gute Maßnahme, denn junge Koniferen lassen sich zudem besser schneiden. Mit einem scharfen Messer werden zum Beispiel die Spitzen der Zweigen abgeschnitten, wodurch die Koniferenhecke voll und geschlossen bleibt. Sogenannte Nadelkoniferen wie der Lebensbaum (Thuja), die Eibe (Taxus) und die Leyland-Zypresse (Cupressocyparis) vertragen den Schnitt übrigens besser als andere Koniferen-Arten. Im Vergleich zu den anderen Nadelgehölzen wächst die Eibe zwar langsam, aber sie ist sehr schnittverträglich. Bei einem Schnitt ins alte Holz treibt sie nämlich wieder ganz normal aus.

Koniferenhecke in eine spezifische Form schneiden

Neben dem sogenannten Grundformschnitt ab Ende Juni, gibt es den spezifischen Formschnitt. Hierdurch bekommen immergrüne Heckenpflanzen wie Koniferen eine bestimmte Form, die Akzente der Heckenpflanze betont und Atmosphäre in den Garten bringt. Solch eine Form kann klassisch, modern, geometrisch usw. sein. Für den Formschnitt werden oft immergrüne Heckenpflanzen ausgewählt, die ein dichtes Laub haben und anspruchslos sind. Das heißt, dass sie die Schnittmaßnahmen gut vertragen können. In dieser Hinsicht sind zum Beispiel Eiben, Thujen oder Leyland-Zypressen geeignet, die man gut in Kugeln, Blöcke oder Säulen schneiden kann.