Thuja als Wildart

Obwohl man die Thuja (Thuja occidentalis) – auch Lebensbaum genannt – heutzutage als solide, blickdichte Heckenpflanze in ganz normalen Gärten antrifft, ist sie von Ihrer Herkunft her ein wildwachsender, imposanter Baum. Genau gesagt, stammt die Thuja aus dem östlichen Teil Nordamerikas und Nordkanadas. Dort trifft man die Thuja in der Nähe von großen Gewässern an. Man bezeichnet die Thuja in diesen Ländern auch als „amerikanischer Lebensbaum“ oder „abendländischer Lebensbaum“. In der freien Natur kann die Thuja eine riesige Wuchshöhe von 20 bis 30 Meter erreichen und 180 Jahre alt werden wodurch sie zu den bedeutendsten Waldbaumarten gehört. In Amerika und Kanada verwendeten Indianer die Stämme einer Thuja übrigens als Einbäume.

Wo es im Westen die Rede von einem „abendländischen Lebensbaum“ ist, spricht man im Osten von dem „morgenländischen Lebensbaum“ (Platycladus orientalis). Dieser Lebensbaum ist ebenfalls eine wilde Thuja, die schon seit langer Zeit im östlichen Asien kultiviert wird. Man findet diese Thuja in Höhenlagen von 300 bis 3300 Meter, wobei die älteste Thuja knapp 1000 Jahre alt ist. In der Zwischenzeit wurde diese Art „Thuja“ jedoch unter eine eigene Gattung (Taxon Platycladus orientalis) gestellt.

Nicht zuletzt soll hier auch der Riesen-Lebensbaum (Thuja plicata) erwähnt werden. Dieser Riesen-Thuja stammt ebenfalls aus Nordamerika und ist bis Südalaska verbreitet. Dort trifft man ihn als wildwachsender Forstbaum mit einer Höhe von 60 Meter an. Dieser Riesen-Lebensbaum trifft man in kühlen Gebieten mit hoher Luftfeuchtigkeit an.

Thuja im Garten

Im 16. Jahrhundert wurde die Thuja (Thuja occidentalis und Thuja plicata) nach Europa eingeführt. Man sieht die Thuja üblicherweise in Gärten als immergrüne Heckenpflanze. Eine Thuja hat nämlich einen kompakten Wuchs und bietet genügend Sicht- und Windschutz. Zudem wächst die Thuja schnell und sie lässt sich recht einfach schneiden. Eine Thuja gilt als starke, winterharte und robuste Heckenpflanze, die sehr pflegeleicht ist. Sie ist mit zarten, grünen Nadeln versehen und hat eine freundliche Ausstrahlung. Zudem ist sie resistent für Krankheiten und Schädlinge. Es gibt also viele Gründe um sich für diese interessante Hecke zu entscheiden.

Eine Thujahecke bildet übrigens auch einen effizienten Lebensraum für Tiere. Vögel und Schmetterlinge besuchen die Thujahecke gerne, wodurch solch eine Hecke Ihrem Garten Farbe und Leben verleiht. Alles in Allem bietet sie viel Privatsphäre und eine angenehme, ruhige Atmosphäre.

Thuja Zuchtformen

Es gibt viele Thuja-Arten (Lebensbäume) woraus Sie wählen können. Botanisch gesehen, gehören Thujen zu den Zypressengewächsen (Cupressaceae). Sie kennzeichnen sich durch Schuppenblätter, die eng an den Zweigen liegen. Die Zuchtformen der Thuja haben alle perfekte Eigenschaften und deswegen haben Sie die Wahl aus einem interessanten Sortiment. Dieses Sortiment besteht aus einer Mischung von Thuja occidentalis und Thuja plicata. Aus der Gattung Thuja occidentalis sollten Sie sich Lebensbaum „Brabant“ (Thuja occidentalis „Brabant“) oder den Lebensbaum „Smaragd“ (Thuja occidentalis „Smaragd“) merken. Diese Thuja-Arten sind mit einer frischen hellgrünen, bis grünen Farbe versehen und wachsen pyramidenförmig. Der Lebensbaum „Smaragd“ hat zwar ein langsameres Wachstum, aber er verträgt den Halbschatten oder die Sonne zum Beispiel gut. Beide Sorten sind empfindlich vor Trockenheit.

In der Gattung Thuja plicata finden Sie den Lebensbaum „Martin“, Lebensbaum „Excelsa“ und den Lebensbaum „Atrovirens“ zurück. Diese Thujen haben grüne bis dunkelgrüne, glänzende Blätter und sie sind sehr standorttolerant. Sie kennzeichnen sich durch ihr schnelles Wachstum, wobei Lebensbaum „Martin“ ein schmales Wachstum hat und Lebensbaum „Excelsa“ kegelförmig und aufrecht wächst. Beim Lebensbaum „Atrovirens“ sind die Nadeln im Winter mit einer rotbraunen Glut versehen, was äußerst charmant wirkt. Auch die Thuja plicata Sorten sind übrigens empfindlich vor Trockenheit.

Nicht zuletzt haben die Thuja Zuchtformen einen herrlichen, frischen Geruch und sie wirken sehr klassisch, man darf die Thujen jedoch nicht ins alte Holz zurückschneiden.